100 Tage Kunst entdecken – an den Ufern der Emscher von Holzwickede bis Herne

Pressemitteilung vom 3. Juni 2015

Auf insgesamt sieben Ausstellungsräumen in Stadt und Natur im östlichen Ruhrgebiet bietet die Emscherkunst 2016 Besuchern vom 4. Juni bis 18. September 2016 ein einzigartiges Kulturerlebnis.

Metropole Ruhr: In genau einem Jahr – am 4. Juni 2016 – eröffnet die Open-Air-Ausstellung Emscherkunst 2016. Unter dem Motto „Entdecke die Kunst“ findet die Schau bereits zum dritten Mal statt. In fünf Städten werden im Sommer 2016 mehr als 25 Kunstwerke von internationalen und nationalen Künstlerinnen und Künstlern in Stadt und Natur entlang der Ufer der Emscher gezeigt.

Mark Dions "Gesellschaft für Amateur-Ornithologen", Foto: Roman Mensing, Emscherkunst

Mark Dions „Gesellschaft für Amateur-Ornithologen“, Foto: (c) Roman Mensing, Emscherkunst

Der rund 50 km lange Ausstellungsparcours der Emscherkunst 2016 führt von Holzwickede über Dortmund nach Castrop-Rauxel, Recklinghausen und Herne und lädt Besucher ein, die Region neu zu entdecken. Insgesamt sieben Ausstellungsräume entlang der Kunstroute sowie ein spannendes Veranstaltungsprogramm bieten den Sommer 2016 über ein einzigartiges Kunsterlebnis: Neben der idyllisch gelegenen Quelle der Emscher in Holz­wickede, dem Dortmunder Phoenix-Areal und dem urbanen Raum rund um das Dortmunder U gehören auch die Kokerei Hansa, das Hochwasserrück­haltebecken in Dortmund-Mengede/ Castrop-Rauxel-Ickern und das große Wasserkreuz von Emscher und Rhein-Herne-Kanal in Castrop-Rauxel sowie das Museum Strom und Leben und der Stadthafen Recklinghausen zu den künstlerischen Schwerpunkten der Ausstellung. Ländlich geprägte Be­reiche, Industriekultur, Natur- und Erholungsräume sowie urbaner Raum lassen Besucher die Metropole Ruhr in ihrer gesamten Vielfalt erleben. Am besten wird die Emscherkunst 2016 mit dem Fahrrad zu erkunden sein, aber auch mit dem Auto, Reisebus oder zu Fuß kann die 100-tägige Ausstellung erfahren werden. Begleitet wird sie von einem breiten Ange­bot an geführten Touren durch das Ausstellungsgebiet. Zusätzlich stehen an vielen Kunstwerken engagierte Kunstscouts bereit, die Besucher über die Kunstwerke informieren.

Mehr als 25 Kunstprojekte werden im Rahmen der Emscherkunst 2016 gezeigt. Dazu gehören beliebte Werke aus den letzten beiden Ausgaben der Ausstellung, wie die begeh- und bewohnbare Brückenskulptur „Warten auf den Fluss“ der Rotterdamer Künstlergruppe Observatorium oder die Vogelbeobachtungsstation „Gesellschaft der Amateur-Ornithologen“ des amerikanischen Künstlers Mark Dion. Hinzukommen zahlreiche neue Kunstwerke. Neben international anerkannten sowie aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern wird auch die regionale Kunstszene aus dem Ruhr­gebiet in die Ausstellung miteinbezogen. Bei der Umsetzung der Ausstel­lung werden die Veranstalter – Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr – zudem von einem breiten Netzwerk aus regionalen Partnern unterstützt. So kooperiert das Ausstellungsbüro zum Beispiel nach der erfolgreichen Zusammenarbeit 2013 erneut mit der TU Dortmund und der Folkwang Universität der Künste. Über den Fahrradver­leihdienst RevierRad werden zudem an zentralen Punkten der Ausstellung wieder Fahrradstationen und Infopoints zur Ausstellung entstehen. Ferner ist auch bei der kommenden Ausgabe der Emscherkunst ein Angebot aus begleiteten Touren und Führungen für Menschen mit kognitiven oder körperlichen Einschränkungen geplant.

Hintergrund zur Emscherkunst-Ausstellung:

Für die Emscherkunst setzen sich im dreijährigen Rhythmus international renommierte Künstlerinnen und Künstler mit dem Emscher-Umbau ebenso wie mit den urbanen, landschaftlichen und industriellen Transformationen im Revier auseinander. Bei ihrer Erstauflage im Kulturhauptstadtjahr Europas RUHR.2010 war die Emscherkunst mit 200.000 Besuchern das größte Kunstprojekt im öffentlichen Raum des Ruhrgebiets. Im Jahr 2013 kamen bereits 255.000 Besucher zu den temporären Werken des chinesi­schen Künstlers Ai Weiwei, des Dänen Tue Greenfort, der Schwedin Elin Wikström oder des Belgiers Hans Op de Beeck.

Für die Emscherkunst 2016 kooperieren erneut Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr mit dem Ziel, die Transforma­tion der Region zu einem attraktiven Umfeld für Leben, Wohnen und Arbei­ten erlebbar zu machen und den internationalen Ruf des Ruhrgebiets als attraktive Kunstmetropole weiter zu stärken. Die Emscherkunst 2016 wird erneut von Prof. Florian Matzner kuratiert.

In Fortführung des Kulturhauptstadtgedankens RUHR.2010 „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“ fördert das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen die Ausstellung Emscherkunst als eines der besonders nachhaltigen Kulturprojekte. 2013 wurde die Emscherkunst von den Vereinten Nationen für ihr Engagement bei der Vermittlung des Nachhaltigkeitsgedankens ausgezeichnet und als „Beitrag zur UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgewählt.