CU

Lioba Knape

 

Im öffentlichen Raum werden tagtäglich interessante Spuren hinterlassen. Wie kann man diese sichtbar machen und als etwas Bedeutsames präsentieren? Das Kürzel CU steht im Periodensystem der Chemie für das Edelmetall Kupfer. Die Künstlerin fängt Spuren ein, die sich auf diesem relativ weichen Material niedergeschlagen haben. Das Material wird an Orten fixiert, an denen Menschen sich begegnen. Es entwickelt eine Aura und wertet den Ort auf. Zugleich ist es eine Versuchsanordnung, ein Experiment zwischen Alltagsgebrauch, Stadt, Architektur und Kunst. Alltägliches wird durch diesen temporären Eingriff in das Stadtbild dauerhaft festgehalten. Egal ob geritzt, gekratzt oder gesprüht wird, das Material speichert die urbanen Eindrücke, selbst die kleinste Berührung ausnahmslos und unwiderruflich. Die im Material festgehaltenen Spuren haben eine unmittelbare, gleichsam dokumentarische Kraft. Diese wird einem traditionellen Druckverfahren auf Kupferdruckpapier übertragen und im Rahmen einer Ausstellung präsentiert.Fahrradpavillon,

Fahrradpavillon, Ecke: Lange Straße/ Sternstraße, Dortmund