Dortmund ist „pulsierendes Herz“ der Emscherkunst 2016

Pressemitteilung vom 12. Mai 2016

Kunstsommer im Ruhrgebiet eröffnet am 4. Juni 2016 mit großem Fest am Phoenix See

Mit vier von sieben Kunstarealen und 14 von insgesamt 24 Arbeiten wird die Stadt Dortmund ab dem 4. Juni zu einem wichtigen Knotenpunkt des Kunstparcours entlang der Emscher. Parallel zu den Werken nationaler und internationaler KünstlerInnen gibt es Kooperationen mit dem Dortmunder Kulturbüro und dem Deutschen Fußballmuseum. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Emscherkunst-Veranstalter Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, stellten heute gemeinsam mit Co-Kuratorin Dr. Simone Timmerhaus im SWAN-Gebäude am Phoenix See in Dortmund-Hörde einige Kunstwerke und die Vorbereitungen für das große Eröffnungsfest am 4. Juni vor.

 

Foto (v. l. n. r.): Direkt in der Installation „Urban Space Station“ stehen Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Emschergenossenschafts-Vorstandsvorsitzender Dr. Uli Paetzel, Evi Hoch von der Wilo-Foundation, Lothar Preis von der Louis Opländer GMBH, Projektleiterin Jasmin Kowalski und Dr. Simone Timmerhaus, Co-Kuratorin Emscherkunst 2016 (die beiden letzteren in der Reihe vorne). Die Installation ist im Aufbau und wird – mit Folie ummantelt und Pflanzen im Inneren – zu einer gewächshausartigen Formation. Foto: Rupert Oberhäuser/ Emscherkunst

 

„U.S.S. – Urban Space Station“ heißt die raumschiffgleiche Installation, die direkt auf einem Teil des SWAN-Gebäudes am südlichen Ufer des Phoenix Sees gerade Gestalt annimmt. Entworfen von der in Australien geborenen Künstlerin Natalie Jeremijenko zeigt die gewächshausartige Formation, wie Architektur und Landwirtschaft in der Zukunft eine Symbiose eingehen können. Das SWAN-Gebäude ist Firmensitz der Louis Opländer GmbH (welche u.a. gemeinsam mit der Wilo-Foundation die Kunstinstallation fördert). U.S.S. dockt direkt an die Versorgungsleitungen des Gebäudes an und zeichnet so eine künftige Vision von gemeinsamer Nutzung von Abwärme und – im Gegenzug dazu – gereinigter Luft durch die im Gewächshaus angesiedelten Pflanzen. „Es entsteht eine Symbiose zwischen den beiden Architekturstrukturen“, wie Lothar Preis als Vertreter der Louis Opländer GmbH erläuterte.

Eine Stadt feiert ihren Fluss!

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft (einer der drei Veranstalter der Emscherkunst 2016), verschafften sich gut drei Wochen vor Ausstellungsbeginn direkt am Kunstareal Phoenix See einen Überblick über die kommenden Kunst auf Dortmunder Stadtgebiet. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau erklärte: „Dortmund liegt an der Emscher – das können wir bei gut 30 Kilometern Durchflusslänge mit Stolz sagen. In Dortmund ist der Fluss auf vielen Kilometern renaturiert und ein attraktives Ziel für Wanderer und Radfahrer. Erst die Natur, nun die Kultur – die Emscherkunst ist jetzt auch bei uns angekommen, und Dortmund ist in diesem Jahr das pulsierende Herz einer 50 Kilometer langen Route. Wir freuen uns auf die Eröffnung am 4. Juni!“

Großes Eröffnungsfest am 4. Juni 2016 am Phoenix See

Dr. Uli Paetzel und Dr. Simone Timmerhaus – stellvertretend für die drei Veranstalter Emschergenossenschaft, Regionalverband Ruhr und Urbane Künste Ruhr – fiebern besonders der großen Eröffnung am 4. Juni 2016 ab 14 Uhr am Phoenix See entgegen: „Wir freuen uns sehr, dass die neue NRW-Kulturministerin Christina Kampmann offiziell die Emscherkunst 2016 um 16 Uhr eröffnet“, so Vorstandsvorsitzender Dr. Uli Paetzel. Rund um die Hörder Burg und das Hafengelände stehen dann die angereisten Künstlerinnen und Künstler mit ihren Arbeiten im Mittelpunkt. Fußläufig kann man von hier zur Eröffnung sechs Kunstwerke rund um den See erreichen, einige Kunstscouts erläutern vor Ort an den Kunstwerken bei Bedarf die Hintergründe. Co-Kuratorin Dr. Simone Timmerhaus verspricht: „Es wird ein buntes Familienfest der Emscherkunst 2016 werden, mit Bühnenprogramm, moderierten Talks mit Kuratoren, KünstlerInnen und Veranstaltern, viel Musik und auch einem kleinen Food-Festival.“ Aus benachbarten Städten wie Holzwickede und Castrop-Rauxel wird der ADFC Sternfahrten für Radfahrer organisieren, die rechtzeitig zur großen Eröffnung am Phoenix See eintreffen. Das Ende der Veranstaltung ist für 19 Uhr geplant.

Emscherkunst 2016 in Dortmund – ein Überblick:

• Vier von insgesamt sieben Kunstarealen sind hier verortet: Phoenix See, Unionviertel (mit Dortmunder U), Kokerei Hansa und das Hochwasserrückhaltebecken in Mengede.
• 14 von insgesamt 24 Kunstprojekten, davon elf neue Kunstwerke und drei der vorangegangenen Editionen (aus 2010 und 2013). Ein Kunstprojekt wandert durch alle Ausstellungsräume: „ARCA“ von Stracke und Seibt, Start ist am Phoenix See.
• Neben einem Emscherkunst-Infopoint auf der Kokerei Hansa wird das zentrale Besucherzentrum direkt am Dortmunder U beheimatet sein.

Veranstaltungsprogramm geht am 20. Mai 2016 online

Das Kulturbüro der Stadt Dortmund koordiniert zahlreiche „assoziierte Projekte der Emscherkunst“. Gleichzeitig beteiligt sich die Emscherkunst am Veranstaltungsprogramm des Dortmunder U, wie z. B. mit drei Veranstaltungen des „Sommer am U“. Gemeinsam mit dem nahegelegenen Deutschen Fußballmuseum gibt es im September 2016 ebenfalls eine Veranstaltung: Der deutsche Künstler Tobias Zielony, der auf der Biennale in Venedig 2015 einer der Künstler des Deutschen Pavillons war, zeigt dann in einem besonderen Rahmen den für die Emscherkunst 2016 gedrehten Film über die tamilische Fußballmannschaft in Dortmund.

Natürlich wird es auch den vier weiteren Emscherkunst-Städten Holzwickede, Castrop-Rauxel, Recklinghausen und Herne zahlreiche Veranstaltungen geben. Ab dem 20. Mai 2016 ist das gesamte Veranstaltungsprogramm rund um die Emscherkunst 2016 online unter www.emscherkunst.de abrufbar und wird in den darauffolgenden Wochen kontinuierlich aktualisiert. Beliebte Reihen wie „Künstler vor Ort““ werden wie 2010 und 2013 wieder im Programm sein. Der Großteil der Veranstaltungen ist kostenfrei zugänglich!

Hintergrund:

Seit dem Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 begleitet die internationale Ausstellung als Triennale eines der größten Renaturierungsprojekte Europas – den Umbau des Abwasserflusses Emscher hin zu einer natürlichen Flusslandschaft. Bei ihrer Erstauflage im Kulturhauptstadtjahr Europas RUHR.2010 war die Emscherkunst mit 200.000 BesucherInnen das größte Kunstprojekt im öffentlichen Raum des Ruhrgebiets. Im Jahr 2013 kamen bereits 255.000 Gäste zu den temporären Werken des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, des Dänen Tue Greenfort, der Schwedin Elin Wikström oder des Belgiers Hans op de Beeck.

Kurator ist der in Essen geborene Kunsthistoriker Prof. Dr. Florian Matzner, der an der Akademie der Bildenden Künste München Kunstgeschichte lehrt. Gemeinsam mit Katja Aßmann, künstlerischer Leiterin von Urbane Künste Ruhr, und Dr. Simone Timmerhaus, Emschergenossenschaft, kuratiert Florian Matzner die Ausstellung Emscherkunst 2016 unter dem Motto „Entdecke die Kunst – erlebe die Veränderung.“ Als Veranstalter kooperieren abermals Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr. In Fortführung des Kulturhauptstadtgedankens RUHR.2010 „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“ fördert das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen die Ausstellung Emscherkunst als eines der besonders nachhaltigen Kulturprojekte.