Emschergenossenschaft

EG_Logo_4c_2013Die EMSCHERGENOSSENSCHAFT wurde am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet. Dieses Modell stand Pate für eine ganze Reihe weiterer Wasserverbände, darunter für den am 18. Januar 1926 gegründeten LIPPEVERBAND. EMSCHERGENOSSENSCHAFT und LIPPEVERBAND haben von Anfang an eng kooperiert und arbeiten unter dem Dach einer einheitlichen Organisationsstruktur zusammen.

Als selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts wird die EMSCHERGENOSSENSCHAFT durch ihre Mitglieder – Städte, Wirtschaft und Bergbau – getragen und finanziert. Über die jährlichen Versammlungen und die Verbandsräte wirken die Mitglieder bei der Meinungsbildung und den Entscheidungen mit.

Der Verband steht seit jeher für eine hohe Fachkompetenz. So hat die EMSCHERGENOSSENSCHAFT beispielsweise mit ihren Klärwerken Maßstäbe gesetzt. Auch bei der Verbreitung und praktischen Erprobung von Techniken zur Regenwasserversickerung hat sie deutliche Impulse gegeben.

Zu den wichtigsten Aufgaben gehören Abwasserreinigung, Sicherung des Abflusses, Hochwasserschutz und Gewässerunterhaltung. Im 865 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet der Emscher zwischen der Quelle in Holzwickede bei Dortmund und dem Eintritt in den Rhein bei Dinslaken leben rund 2,2 Millionen Menschen. Hier werden von der EMSCHERGENOSSENSCHAFT vier Groß-Kläranlagen sowie 107 Pumpwerke betreut und 341 Kilometer Gewässerläufe betrieben, davon rund 300 Kilometer als geschlossene Abwasserkanäle.

Der gesetzliche Auftrag ist es, ohne wirtschaftliches Eigeninteresse für die Daseinsvorsorge aller Bürger zu arbeiten. Darüber hinaus ist es Anspruch des Hauses, den Wasserverband kontinuierlich weiter zu entwickeln, um Bürgern, Kommunen und der Wirtschaft immer bessere und kostengünstigere Leistungen zu bieten.

Der Umbau des gesamten Emscher-Systems, der seit den frühen 90er-Jahren in vollem Gange ist und bis 2020 abgeschlossen sein wird, ist ein Teil des vielfältigen Wandels in der Region. Kunst und Kultur sind für die EMSCHERGENOSSENSCHAFT Medien, die diesen Umbauprozess fernab von technischen Begriffen und baulichen Maßnahmen begreifbar und erlebbar machen. Sie erzeugen Spannung, vermitteln Freude und schaffen bleibende Erinnerungen. Gegenüber der Macht der Technik spielt die sich mit dem Emscher-Umbau auseinandersetzende Kunst die Macht der künstlerischen Idee aus. Auf diese Weise kann die EMSCHERGENOSSENSCHAFT auch die sozialen, historischen und ästhetischen Prozesse des Wandels im Emschertal thematisieren und reflektieren.

Über ihre Kulturprojekte kommt die EMSCHERGENOSSENSCHAFT mit den Menschen in der Region ins Gespräch. Die Projekte begleiten den Wandel nicht nur, sie machen ihn erlebbar und lassen die Menschen an der Entwicklung ihrer Heimat teilhaben.

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