Regierungsvizepräsidentin übergibt Förderbescheid für Emscherkunst 2016

Pressemitteilung vom 2. Oktober 2015

Münster. Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller hat an der Stadtgrenze von Castrop-Rauxel-Ickern und Dortmund-Mengede einen Förderbescheid über 1,025 Millionen Euro an den Personalvorstand der Emschergenossenschaft, Raimund Echterhoff, und die Co-Kuratorin der Emscherkunst 2016, Dr. Simone Timmerhaus, überreicht. In Augenschein genommen wurde dabei einer der künftigen Ausstellungsräume der internationalen Kunstausstellung, das Hochwasserrückhaltebecken Mengede/Ickern.

Übergabe Förderbescheid

Personalvorstand Raimund Echterhoff der Emschergenossenschaft und Co-Kuratorin Dr. Simone Timmerhaus nehmen den Förderbescheid für die Emscherkunst 2016 von Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller entgegen, Foto: (c) Rupert Oberhäuser, Emschergenossenschaft.

Bei ihrer Erstauflage im Kulturhauptstadtjahr Europas RUHR.2010 war die Emscherkunst mit 200.000 Besuchern das größte Kunstprojekt im öffentlichen Raum des Ruhrgebiets. Im Jahr 2013 kamen bereits 255.000 Besucher zu den temporären Werken des chinesi­schen Künstlers Ai Weiwei, des Dänen Tue Greenfort, der Schwedin Elin Wikström oder des Belgiers Hans Op de Beeck. Die Kunsttriennale wird gemeinsam von Emschergenossenschaft, Regionalverband Ruhr und Urbane Künste Ruhr veranstaltet und vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Mit den jetzt bewilligten Landesmitteln wird die nächste Ausstellung der Emscherkunst 2016 gefördert, die vom 4. Juni bis 18. September 2016 stattfindet. Der Ausstellungsraum wandert diesmal ins östliche Ruhrgebiet und reicht von Holzwickede an der Emscherquelle über Dortmund, Castrop-Rauxel bis nach Recklinghausen und Herne.

„Ich habe während meiner diesjährigen Kulturtour Ende Juli 2015 bereits den Bottroper Bernepark und die dortigen Emscherkunstwerke aus 2010 besucht und war sehr beeindruckt! „, so Dorothee Feller bei der Übergabe des Förderbescheides. „Ich bin daher schon sehr gespannt auf die Arbeiten der internationalen und nationalen Künstler, die im kommenden Sommer entlang der Emscher ausstellen werden.“

Raimund Echterhoff dankte der Bezirksregierung Münster und der nordrhein-westfälischen Landesregierung für diese Förderung und der damit verbundenen Würdigung des nachhaltigen Wirkens der Emschergenossenschaft und der Emscherkunst: „Das Hochwasserrückhaltebecken hier direkt an der Stadtgrenze zeigt, wie sehr der Emscher-Umbau die Landschaft verändert! Das sich entwickelnde Neue Emschertal mit neuen Radwegen lädt Anwohner, aber auch Besucher zum Spazieren und Radfahren ein. Die Emscherkunst 2016 regt diese Menschen an, ihren Fluss wieder neu zu entdecken.“

Insgesamt wird es sieben Ausstellungsräume entlang der rund 50 km langen Kunst­route sowie ein spannendes Veranstaltungs-programm im Sommer nächsten Jahres geben. Ländlich geprägte Bereiche, Industriekultur, Natur- und Erholungsräume sowie urbaner Raum lassen Besucher die Metropole Ruhr in ihrer gesamten Vielfalt erleben. Am besten wird die Emscherkunst 2016 mit dem Fahrrad zu erkunden sein, aber auch mit dem Auto, Reisebus oder zu Fuß kann die 100-tägige Ausstellung erfahren werden.

Hintergrund :

Unter dem Motto „Entdecke die Kunst“ werden im Sommer 2016 für drei Monate rund 25 Kunstwerke von internationalen und nationalen Künstlerinnen und Künstlern in Stadt und Natur entlang der Ufer der Emscher gezeigt. Bei der Umsetzung der von Prof. Florian Matzner kura­tierten Ausstellung kooperieren erneut Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr. Als Triennale begleitet sie bis 2020 eines der größten Renaturierungsprojekte Europas – den Umbau des Abwasserkanals Emscher hin zu einer natürlichen Flusslandschaft.