„Geister des Emschertals“-Skulpturen in Dortmund teilweise abgebaut

Pressemitteilung vom 29. September 2016

Dortmund, 29. September 2016. Knapp zwei Wochen nach Ende der internationalen Ausstellung Emscherkunst 2016 im Herzen des Ruhrgebietes werden zwei Skulpturen der Serie Spirits of the Emscher valley von Lucy und Jorge Orta abgebaut: Heute erfolgt die Deinstallation von Totem mit Elster am Phoenix See in Hörde und Observer/Beobachter auf der Kokerei Hansa. Die dritte der silbrig schimmernden Figuren – Birdwoman/Vogelfrau – bleibt vorerst am Südufer des Phoenix Sees stehen. In den nächsten Wochen entscheiden Kuratoren und Künstler gemeinsam mit der Stadt Dortmund über die finalen Standorte.

 Die „Geister des Emschertals“ – ein dreiteiliger Parcours von Aluminiumskulpturen am Phoenix See und Kokerei Hansa – ziehen um, zumindest teilweise. Heute wird Totem mit Elster – drei Kinder, die sich gegenseitig auf den Schultern tragen, zuoberst sitzt auf der Hand des kleinsten Jungen ein Vogel – abgebaut. Seit Ausstellungsbeginn Anfang Juni 2016 ragte die Skulptur vier Meter hoch am südlichen Ufer des Phoenix Sees, unterhalb der Kulturinsel. Bis über den neuen, finalen Standort in Hörde endgültig entschieden ist, wird sie eingelagert. Abgebaut wird auch die menschengroße Figur Observer/Beobachter, die sich während der Ausstellungsdauer in einem Wasserbecken auf der Kokerei Hansa spiegelte. Sie geht an das Künstlerpaar Lucy und Jorge Orta (Studio Orta) zurück.

Bis in den späten Herbst, eventuell sogar noch ein ganzes Jahr oder länger, bleibt die Vogelfrau vorerst am Phoenix See stehen. Auch ihr endgültiger Standort ist noch offen; von Kuratorenteam und Stadt Dortmund ist auf jeden Fall ein Verbleib in unmittelbarer Nähe des Sees angedacht.

260.000 Besucherinnen und Besucher sahen Emscherkunst 2016

Seit dem Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 begleitet die internationale Ausstellung als Triennale eines der größten Renaturierungsprojekte Europas – den Umbau des Abwasserflusses Emscher hin zu einer natürlichen Flusslandschaft.

Bei ihrer Erstauflage im Kulturhauptstadtjahr Europas RUHR.2010 war die Emscherkunst mit 200.000 Gästen das größte Kunstprojekt im öffentlichen Raum des Ruhrgebiets. Im Jahr 2013 sahen bereits 255.000 Menschen die temporäre Schau zeitgenössischer Kunst entlang der Emscher in Stadt und Natur. Mit etwas mehr als 260.000 Besucherinnen und Besuchern schloss am 18. September 2016 die Emscherkunst 2016 – das Publikum entdeckte auf dem 50 Kilometer langen Kunstparcours durch den öffentlichen Raum zwischen Holzwickede, Dortmund, Castrop-Rauxel, Recklinghausen und Herne u. a. Interventionen wie den „Waste water fountain“ der dänischen Gruppe Superflex (Recklinghausen/Herne), großformatige Skulpturen wie „Zur kleinen Weile“ von raumlabor Berlin oder filmische Installationen wie „Die Insel“ des Niederländers Erik van Lieshout oder „Tamil Stars“ von Tobias Zielony aus Deutschland.

Das Motto der Emscherkunst 2016 lautete „Entdecke die Kunst – erlebe die Veränderung.“ Die von Florian Matzner gemeinsam mit den Co-Kuratorinnen Katja Aßmann (Künstlerische Leiterin Urbane Künste Ruhr) und Dr. Simone Timmerhaus (Emschergenossenschaft) eingeladenen KünstlerInnen schufen einen Dialog mit einer Landschaft, die sich im starken Umbruch befindet. Als Veranstalter kooperieren abermals Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr. Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen fördert wie auch schon 2010 und 2013 die Ausstellung im öffentlichen Raum entlang der Emscher.