Hinter den Kulissen

 

Seit der ersten Ausgabe der Emscherkunst im Kulturhaupstadtjahr 2010 hat das Ausstellungsbüro weit über 30 Kunstprojekte im öffentlichen Raum umgesetzt, nicht selten flossen dabei Schweiß und Freudentränen. Neben zahlreichen temporären Werken, sind auch viele permanente Skulpturen, Installationen oder landschaftsarchitektonische Projekte entstanden, teilweise in außergewöhnlichen Dimensionen und unter beachtlichen technischen Herausforderungen. Erstmalig erlauben wir einen Blick hinter die Kulissen und zeigen eindrucksvolle Aufnahmen vom Aufbau einiger Emscherkunst-Werke. Die Impressionen offenbaren den Aufwand und die Mühen, die hinter der Realisierung von Kunst im öffentlichen Raum stecken.

FLUSS WIRD WOLKE

Zur Emscherkunst 2013 schuf der Duisburger Künstler Reiner Maria Matysik eine 4,00 x 2,50 Meter große Wolkenskulptur aus Polyesterkugeln. Zu dem vom Künstler auserwählten Standort direkt an der Emschermündung in Dinslaken wurde der Pavillion, der während der Ausstellung auch eine Übernachtungsgelegenheit für Besucher bot, u. a. mit dem Traktor, mitunter aber auch nahezu mit Händen und Füßen bugsiert.

Alle Fotos: Thorsten Arendt/Emscherkunst.

SATISFY ME

Angelehnt an amerikanische Billboards und überdimensionale Letter wie das berühmte Hollywood Sign entwarf die italienische Künstlerin Monica Bonvicini  2010 zur Emscherkunst den rund 17 x 2,40 Meter großen verspiegelten Schriftzug aus Edelstahl, der 100 Tage lang die Halde der Zentraldeponie an der Stadtgrenze zwischen Herne und Gelsenkirchen krönte.

Alle Fotos: Thorsten Arendt und Roman Mensing/Emscherkunst.

BETWEEN THE WATERS

Die Gemeinschaftsarbeit der slowenischen Künstlerin Marjetica Potrc und der Rotterdamer Gruppe Ooze Architects wurde gleich bei zwei Ausgaben der Emscherkunst nahe des ehemaligen Hafens Mathias Stinnes in Essen-Karnap aufgebaut. Die Installation bestehend aus einer großen Pflanzenkläranlage mitsamt schwebender Toiletten über der Emscher führte beim Aufbau zu einer ähnlichen Szenerie wie in dem berühmten Schnappschuss „Lunch atop a Scyscraper“ von Charles C. Ebbets aus den 1930er-Jahren vom Bau des Rockefeller Centers in New York.

Alle Fotos: Roman Mensing/Emscherkunst.

TURM 79

Die Künstlerin Ayse Erkmen setzte dem ehemaligen Kohlebunker nördliche der Schurenbachhalde in Essen eine Krone auf in Form einer goldenen Balustrade. Turm 79 war ein temporäres Projekt der EMSCHERKUNST.2010, inzwischen wurde der alte Kohlebunker von der Stadt Essen abgerissen.

Alle Fotos: Thorsten Arendt/Emscherkunst.

REEMRENREH

Auf der Mole zwischen Schleuse und Yachthafen am Hener Meer erschuf Bogomir Ecker 2010 die permanente mehrteilige Skulptur Reemrenreh (kaum Gesang und Leben). Neben der gelben „Käsestange“(23 x 2,3 x 2,1 Meter), wie sie von Anwohnern liebevoll genannt wird, ist auch die in umittelbarer Nähe verortete Straßenlaterne Teil des Kunstwerks. Nach der erfolgreichen Positionierung der Stahlskulptur im Wasser des Rhein-Herne-Kanals ließ der Künstler höchstpersönlich die Korken knallen.

Alle Fotos: Roman Mensing/Emscherkunst.

ZAUBERLEHRLING

In Oberhausen auf einer Wiesenfläche westlich von Haus Ripshorst errichtete die deutsche Künstlergruppe Inges Idee 2013 die 35 Meter hohe Stahlskulptur, ein tanzender Strommast.

Alle Fotos: Roman Mensing/Emscherkunst.