Karte
layout image - not relevant
 

Künstler & Projekte

Künstler: Mark Dion

Projekt: Gesellschaft der Amateur-Ornithologen

Mark Dion ist seit über zwanzig Jahren passionierter Sammler. Aus dieser geradezu obsessiven Haltung heraus entwickelt er Objekte, Skulpturen und Fotoarbeiten und arrangiert sie zu Installationen, die oft wie naturkundliche Schauräume oder Museumspräsentationen anmuten. In seinen Außeninszenierungen kombiniert er in kunstvoll zusammengestellten Szenarien naturkundliche Phänomene, in die er nicht nur biologische, sondern auch philosophische Überlegungen einbezieht und sie mit dem aktuellen Kunstdiskurs verbindet. Er arbeitet häufig mit Naturkunde-Museen und Sammlungen zusammen, macht ihnen in seinen Arbeiten jedoch die alleinige Naturinterpretation streitig. – Eine solch materialreiche Installation realisiert Mark Dion auch für die Ausstellung EMSCHERKUNST.2010: Ein monumental anmutender Gastank, den der Künstler bei seinen Erkundungen auf der Emscher-Insel auf der ehemaligen Kläranlage in Herne entdeckt hat, wird in eine merkwürdige Behausung verwandelt, denn diese Industrieform, die aus der Entfernung wie ein gestrandetes U- Boot erscheint, ist zu einer begehbaren „Forschungsstation“ umgebaut worden. Hier kann sich der Besucher dem Studium und der Beobachtung heimischer Vogelarten widmen. Der ehemalige Gastank wird am Südufer des so genannten „Herner Meeres“ gegenüber dem Molenkopf aufgestellt. Von dort wird – gerade in den frühen Morgenstunden – eine Vielzahl unterschiedlichster Vogelarten zu sehen und zu beobachten sein.

Im Gegensatz zu dem industriell belassenen, kargen Äußeren des Tanks inszeniert Mark Dion im Inneren die einladende Atmosphäre eines „Gentleman-Club“ ganz im Stile von Jules Verne’s Nautilus-U-Boot. Dieser liebevolle skurrile Ort der Begegnung und des Gesprächs ist vom Künstler mit zahlreichen Nachschlagewerken zum Thema Ornithologie in den unterschiedlichen Sprachen ausgestattet worden, um den Besucher an das Thema Natur und im Besonderen den Vogelschutz heranzuführen und zu sensibilisieren. Der ehemalige Gastank als „Beobachtungsstation“ will den Blick auf die Umgebung neu lenken, intensivieren und schärfen und gleichzeitig die Ausstellungsbesucher einladen, sich zu treffen, sich miteinander auszutauschen und die ökologischen und strukturellen Veränderungen im Emschertal zu diskutieren.

Der Umbau des Gastanks hat begonnen! Mehr Informationen finden Sie hier.

Einen Film zur Projektentwicklung von Mark Dion sehen Sie hier.

Zu Mark Dion

« Zum Ausstellungsraum 2
« Zur Projektübersicht 

Foto: Roman Mensing
Foto: Roman Mensing
Foto: Roman Mensing
Foto: Roman Mensing
Foto: Roman Mensing