Mark Dion

*1961 in New Bedford, lebt in New York

Mark Dion befasst sich seit Mitte der 80er Jahre intensiv mit der Geschichte unseres Umgangs mit der Natur und untersucht speziell die Repräsentationen der Natur in den Wissenschaften als Symptome politischer, gesellschaftlicher und kultureller Diskurse. Vielfach hat er sich zudem mit der Situation und der Zerstörung der Natur in städtischen Ballungsräumen auseinandergesetzt. Die Ergebnisse dieser Feldforschungen präsentiert Dion meist in materialreichen Installationen in Museumsausstellungen wie aber auch im öffentlichen Raum. Mark Dion, der aus einer Arbeiterfamilie stammt, begann 1984 sein Studium an der School of Visual Arts in New York und nahm 1985 am Independent-Study-Program des Whitney Museum of American Art in New York teil, wo er Kontakt zu den Konzeptkünstlern Hans Haacke und Joseph Kosuth hatte. 1986 wechselte er an die School of Art der University of Hartford in Connecticut, 2003 erhielt er dort die Ehrendoktorwürde.

Ausstellungen und Auszeichnungen (Auswahl):

Mark Dion hatte zahlreiche große Einzelausstellungen, u. a. im Museum Marta Herford (2015), Miami Art Museum (2006), Museum of Modern Art, New York (2004), Aldrich Contemporary Art Museum, Ridgefield, Connecticut (2003) und der Tate Gallery, London (1999). Mit „Neukom Vivarium“ schuf er im Auftrag des Seattle Art Museum 2006 eine dauerhafte Außeninstallation und ein Versuchslabor für den Olympic Sculpture Park. Mark Dion wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. von der Larry Aldrich Foundation Award (2001)und war Teilnehmer der dOCUMENTA 13. 2015 widmete ihm das Museum Marta Herfort eine umfangreiche Einzelausstellung.