Massimo Bartolini

*1962 in Cecina, Italien

Der italienische Künstler Massimo Bartolini arbeitet mit verschiedenen Materialien und Medien, von Skulptur über Performance bis hin zur Fotografie. Durch häufig recht einfache Anpassungen wie Licht und Perspektive verändert und täuscht Bartolini in seinen Arbeiten radikal die Wahrnehmung des Betrachters und verzerrt die Einschätzung von räumlichen wie zeitlichen Dimensionen: Ein Schlafzimmer, das den Eindruck erweckt, es versinke im Boden, ein Galerieraum, dessen Licht sich durch die Schritte der Besucher verändert oder ein weißer Raum mit abgerundeten Ecken, der das Erkennen von Wänden oder Entfernung unmöglich macht („Head no. 8“). Bartolini selbst nennt seine Werke auch „animierte Architektur“, die den Betrachter in seiner Wahrnehmung destabilisiert und der Orientierungslosigkeit aussetzt. Oft haben Bartolinis Werke sehr sinnliche Konnotationen und versetzen den Besucher in eine Art meditativen und kontemplativen Zustand, der dazu anregt, über die Relativität des Beständigen und das Unveränderbare zu reflektieren. Bei der documenta (13) installierte Bartolini seine Arbeit Untitled (Wave) vor der Kasseler Orangerie: Ein Wasserbecken, in dem eine Welle unendlich und gleichmäßig hin- und herschwappt.

Ausstellungen (Auswahl):

Massimo Bartolini nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen teil, u. a. der documenta (2013), Manifesta (2002), der Biennale of Sao Paulo (2004), der Biennale di Venezia (1999, 2009, 2013), der Quadriennale di Roma (2008) und der Shanghai Biennale (2006), und hatte weltweit bereits zahlreiche Einzelausstellungen, u. a. im Museo Marino Marini (2015) Florenz, SMAK (2013) Gent, Fruitmarket Gallery (2013) Edinburgh,  Museum Serralves (2007) Porto, Ikon Gallery (2007) Birmingham und im P.S.1 New York (2001).