Tadashi Kawamata

*1953 in Hokkaido, lebt in Tokio und Paris

Der Japaner Tadashi Kawamata initiiert weltweit Installationen, die in Beziehung zur jeweiligen Umgebung stehen und oft in ihrer architektonischen Struktur einen gewissen Gebrauchswert bzw. eine konkrete Funktion aufweisen. Seine künstlerischen Initiativen haben ganz bewusst Projektcharakter und eine soziale Dimension: So arbeitet der Künstler oft mit Handwerkern oder Bewohnern der jeweiligen Standorte bzw. mit sozialen Randgruppen wie etwa ehemaligen Drogenabhängigen, die in den Realisierungsprozess einbezogen werden. Basierend auf vergänglichen Materialien, wie unbehandeltes Holz, sind die Arbeiten fragil und thematisieren damit den Prozess des Werdens und Vergehens in der Natur.

Ausstellungen und Auzeichnungen (Auswahl):

1982 vertrat Tadashi Kawamata sein Heimatland im Japanischen Pavillon auf der Biennale in Venedig, 1987 wurde er zur documenta 8 in Kassel eingeladen. 1999 bis 2005 lehrte er in Tokio, seitdem hat Tadashi Kawamata eine Professur an der Kunstakademie in Paris. 2005 war Kawamata außerdem Künstlerischer Direktor der 3. Triennale von Yokohama. 2012 war er Teil der 13. Biennale in Istanbul. Kawamata hat in den letzten paar Jahren mehrere Installationen im Außenraum umgesetzt, u.a. im Centre Georges Pompidou in Paris, bei der Art Basel und in Versailles in Frankreich. 2013 erhielt er den Minister of Education Award for Fine Arts, 2014 den L’ordre des Arts et des Lettres (Officier).