Künstlerische Eingriffe in die Emscherlandschaft

 

Aktueller Hinweis: Die Künstler-vor-Ort-Veranstaltung an der Skulptur „Zur kleinen Weile“ in Dortmund muss aufgrund von Unwetterwarnungen heute leider entfallen. Ein Ersatztermin wird anvisiert.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Künstler vor Ort“ stehen am kommenden Wochenende gleich zwei Termine auf dem Programm. Am Samstag, 25. Juni, diskutieren Andrea Hofmann vom Berliner Kollektiv raumlabor und Emscherkunst-Kurator Florian Matzner an der Skulptur „Zur kleinen Weile“. Am Sonntag, 26. Juni, geht atelier le balto ins Gespräch mit Co-Kuratorin Katja Aßmann an ihrem landschaftsgärtnerischen Eingriff „Kunstpause“. Beide Arbeiten gehören zum Kunstareal Kokerei Hansa und sind direkt an der Emscher in Dortmund-Dorstfeld zu finden.

Auf sehr unterschiedliche Weise setzen sich die beiden Künstlerkollektive raumlabor und atelier le balto mit dem Landschaftsraum der Emscher in Dortmund-Dorstfeld auseinander. Beide Kunstorte sind nur durch die Huckarder Straße voneinander getrennt. Beide Orte verbindet die hier bereits renaturierte Emscher, aber auch die unwirtliche Örtlichkeit unterhalb einer vielbefahrenen Hochstraße.

„Zur kleinen Weile“ an der Emscher

"Zur kleinen Weile" von raumlabor, Foto: Roman Mensing

„Zur kleinen Weile“ von raumlabor, Foto: Roman Mensing

So hat raumlabor die begehbare Skulptur „Zur kleinen Weile“ geschaffen, einen mysteriösen, grau-schwarzen Fremdkörper in der umgebenden Natur unmittelbar an der Emscher: Das an einen großen Stein erinnernde Objekt funkelt golden aus dem Inneren. Wer die Skulptur betritt, findet sich in einer goldfarbenen Kugel wieder. Der Raum bietet Schutz, Geborgenheit und die Möglichkeit, sich vom Trubel zurückzuziehen. Welches Deutungspotential in der kleinen Weile mit Blick auf die Emscher und die Natur steckt, erläutert Andrea Hofmann, Mitglied des Kollektivs, im Dialog mit Kurator Florian Matzner.

Hinweise zur Veranstaltung:
„Künstler vor Ort“ – raumlabor (Andrea Hofmann): Zur kleinen Weile
Termin: Samstag, 25. Juni 2016, 15.00 bis ca. 16.30 Uhr
Anfahrt: Es empfiehlt sich die Anreise mit dem Fahrrad.
Huckarder Straße Höhe 181/260, Dortmund-Dorstfeld.
Einige Parkplätze sind im angrenzenden Gewerbegebiet zu finden.

 

„Kunstpause“ im Haselnusshain

„Kunstpause“ von atelier le balto, Foto: Roman Mensing.

Inmitten eines verwilderten Haselnusshains hat atelier le balto einen Ort geschaffen, an dem es sich wunderbar pausieren und über das bereits Gesehene und Erlebte der Ausstellung reflektieren lässt. Über temporär angelegte Stege durch den Hain gelangt der Besucher zu einer begehbaren Plattform, die fast wie eine Insel in der grünen Natur direkt an der Emscher liegt. Eigentlich ein „Un-Ort“ – unterhalb des Autobahnzubringers Mallinckrodtstraße – der unbeachtet am Emscherradweg lag und jetzt für die Dauer der Ausstellung zum Kunstort wird. Nicht nur die Lage, auch die Gestaltung eines Raumes des Müßiggangs will gut gewählt sein, um erholsame Wirkung zu entfalten. Gemeinsam mit Co-Kuratorin Katja Aßmann, der künstlerischen Leiterin von Urbane Künste Ruhr, begeben sich die drei Landschaftsarchitekten von atelier le balto auf einen Streifzug durch den Hain und sprechen über die Gestaltung und Konstruktion eines Pausenortes.

Hinweise zur Veranstaltung:
„Künstler vor Ort“ – atelier le balto (Véronique Faucher, Marc Pouzol und Marc Vatinel): Kunstpause
Termin: Sonntag, 26. Juni 2016, 15.00 bis ca. 16.30 Uhr
Anfahrt: Es empfiehlt sich die Anreise mit dem Fahrrad.
Huckarder Straße Höhe 181/260, Dortmund-Dorstfeld.
Einige Parkplätze sind im angrenzenden Gewerbegebiet zu finden.