Carbon Obelisk

 

An einer Wegkreuzung nördlich der Emscher an der Schurenbachhalde steht ein fast 14 Meter hoher Obelisk, wie er – oft als antiker Import aus dem Orient – in der Renaissance und im Barock zur repräsentativen Auszeichnung von Plätzen und Gebäuden verwendet wurde. Der Obelisk von McBride aber markiert hier ganz bewusst einen Unort, einen no place, ein kleines unscheinbares Fleckchen im Niemandsland: unter einer Hochspannungsleitung gelegen, umgeben von Sträuchern, scheint die Skulptur wie zufällig hier abgestellt.

Doch dieser Eindruck trügt: Rita McBride antwortet mit dem Obelisken als einem Sinnbild autonomer Skulptur auf die großen prominenten Landmarken von Raimund Kummer und Richard Serra. In direkter Fortführung des Emscherradwegs steht die Schwelle von Kummer aus dem Jahr 1987, während Richard Serras Bramme von 1998 prominent die südlich gelegene Schurenbachhalde auszeichnet.

Mit ihrer Arbeit bezieht sich McBride auf die Geschichte der Region als Zentrum des Kohleabbaus in Deutschland, wird doch das verwendete Karbon aus Kohlefaser hergestellt und verdeutlicht mit seiner matt schimmernden Oberflächenstruktur ein teures und außergewöhnliches Material.

Besucherinformation

Die Landmarke von Rita McBride gehört zu den permanenten Werken der Emscherkunst und kann jederzeit in Essen-Altenessen besichtigt werden.

Anfahrt: Altenessener Str. (ca. Höhe der Waldemey Straße), 45329 Essen

Parkplatz an der Altenessener Straße (von Süden aus kommend) direkt hinter der Zweigertbrücke rechts (schräg gegenüber der Waldemey-Straße) in Essen-Karnap. Bitte den Parkplatz entlang Richtung Osten bis zum Ende gehen, dem Fuß-/Radweg rechts auf den Emscherdeich folgen. An der Kreuzung rechts ab, nach 6 Metern steht dort der „Carbon Obelisk“.