Die Insel

 

Der belebte Dortmunder Phoenix See auf dem alten Stahlwerksgelände ist Ausgangspunkt für Erik van Lieshouts Arbeit. Während der ersten Bereisungen der Emscherregion war der niederländische Künstler augenblicklich fasziniert vom See und den vor Ort bestehenden Kontrasten. Für die Emscherkunst ist Erik van Lieshout in den Mikrokosmos des Sees eingetaucht: Über mehrere Wochen lebte und arbeitete er im Stadtteil Hörde. Täglich ruderte er vom Festland auf die große Insel, dem „Herzstück des Sees“. Dort verbrachte er einen Großteil seiner Zeit in selbstgewählter Isolation – abseits vom geschäftigen Treiben des Sees und weit weg von der Routine des Arbeitsalltags in seinem Rotterdamer Atelier. Die Kamera im Gepäck begab sich der Künstler auf einen Pfad künstlerischer Selbstfindung.

Bekannt ist van Lieshout vor allem für seine Filmarbeiten, in denen er seine, wie er es selbst nennt, „dominante Präsenz“ und seine extrovertierte Persönlichkeit häufig als künstlerisches Stilmittel einsetzt. In seiner neuen Filmarbeit verfolgt er ein ganz anderes Ziel: Erik van Lieshout möchte endlich aus dem Fokus heraustreten und nicht mehr sichtbar sein. Wie aber ist das möglich, wenn die Kamera permanent läuft und der Künstler Protagonist seines eigenen Filmes ist? So erzählt der Film von künstlerischen Sinnkrisen, der Abhängigkeit des Künstlers von der Kamera und dem Drang nach Selbstausstellung ebenso wie von dem Wunsch, einfach spurlos zu verschwinden.

 

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