Urban Space Station

 

Mit der U.S.S. – Urban Space Station entwirft Natalie Jeremijenko eine positive Vision für das neue Emschertal. Ziel der Arbeiten und des Wirkens von Natalie Jeremijenko ist es stets, das Leben und die damit verbundene Lebensqualität zu verbessern. Die Urban Space Station stellt ein geschlossenes System dar, das Landwirtschaft und Architektur miteinander vereint. Die wie ein Raumschiff anmutende Installation der australischen Künstlerin thematisiert verschiedene ökologische und soziale Problematiken, wie die stetige Steigerung der CO² Werte, Abluft- und Smogbildung, die zunehmende Gebäude- und Menschendichte in Ballungsgebieten, sowie fehlende bzw. zu geringe Nachrüstungen im Bereich des Pflanzen- und Grünflächenbau in eng besiedelten Gegenden.

Mit der U.S.S. – Urban Space Station schafft Jeremijenko eine gewächshausähnliche Architektur auf dem Dach eines bestehenden Gebäudes am Phoenix See und verweist damit auf neue Möglichkeiten der Gebäudenutzung und -leistung. Platziert auf einem Zwischengebäude des sogenannten Swan-Komplexes am dicht besiedelten Phoenix See wirkt es durch sein insektenähnliches Äußere im ersten Moment wie ein Parasit, der sich auf das Gebäude gesetzt hat. Auf den zweiten Blick wird jedoch sichtbar, dass die beiden Architekturstrukturen eine Symbiose eingehen: Die USS dockt an die Klima- und Lüftungsanlagen des umliegenden Gebäudes an und erschafft einen Reinigungskreislauf. Die Abluft und Abwärme des Gebäudes wird über die Pflanzen in der USS gefiltert, gereinigt und mit Sauerstoff angereichert dem Gebäude wieder zugeführt.

Das Recyceln der Abluft des Gebäudes geschieht mittels Aquaponik. Bei diesem Verfahren werden Techniken der Aufzucht von Fischen und der Kultivierung von Nutzpflanzen miteinander verbunden. Aquakultur und Hydrokultur treffen aufeinander.  Nahe der USS wird dafür ein Bassin mit Fischen aufgebaut, während in der USS selbst Nutzpflanzen angebaut werden, Diese wachsen in Behältern, die mit einem Substrat gefüllt sind und periodisch mit dem nährstoffreichen Wasser aus dem Fischbehälter geflutet werden. Das überlaufende Wasser wiederum wird in den Fischtank zurückgeführt. So entsteht ein geschlossener Wasser- und Nährstoffkreislauf, welcher in automatisierten Abläufen bewirtschaftet wird.

 

Gefördert von:

 

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