Warten auf den Fluss

 

Mit Warten auf den Fluss hat die niederländische Künstlergruppe Observatorium ein ganz besonderes Werk geschaffen. Erstmals bei der ersten Ausgabe der Emscherkunst im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 auf der Emscher-Insel präsentiert, hat sich die Skulptur schnell zu einem Publikumsliebling der Ausstellung entwickelt und wird im Sommer 2016 nahe des großen Wasserkreuzes von Emscher und Rhein-Herne-Kanal in Castrop-Rauxel erneut gezeigt.

Die rund 38 Meter lange, überdachte Brückenskulptur wird durch drei Pavillons gegliedert. Ihre Zickzackform ermöglicht aus den großflächigen Fenstern ein weites Panorama auf die umgebende Landschaft und schafft kleine Innenhöfe zwischen den Pavillons. Dabei versteht sich Warten auf den Fluss konzeptuell und funktional als „gebauter Vorschlag“: Bis das neue Emschertal im Jahr 2020 Realität werden wird, dient diese Brücke mit ihren Aufenthaltsräumen dem „produktiven Warten“, denn genau an ihrem Standort wird in Zukunft die renaturierte Emscher fließen. Warten auf den Fluss ist also eine noch „schlafende Brücke“. Gleichzeitig sehen die Künstler die Skulptur als „ein Werk der Fantasie, eine Reflexion über die Umgebung und ein Baustein für Gemeinschaft“. Sie bietet Raum zum Warten, Waschen, Essen, Trinken und Schlafen. Hier können Gäste für sich in Erfahrung bringen, was ein versprochener Fluss verheißt.

 

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