Monument for a Forgotten Future geht in die Winterpause

Pressemitteilung vom 18. November 2015

Mogwai-Symphonie erklingt während kalter Jahreszeit nicht aus dem Inneren der künstlichen Felsskulptur

Gelsenkirchen, 18. November 2015. Das bereits als ‚singender Berg‘ be-kannte Gemeinschaftswerk Monument for a Forgotten Future, welches 2010 im Rahmen der Emscherkunst auf der sogenannten „Wilden Insel“ in Gelsenkirchen nahe der Schleusen des Rhein-Herne-Kanals entstand, verabschiedet sich in die Winterpause. Die Felsskulptur der Künstler Olaf Nicolai und Douglas Gordon bleibt zwar auch im Winter öffentlich im Landschaftsraum zugänglich, jedoch wird die Klanginstallation der schottischen Rockband Mogwai während der Wintermonate abgeschaltet, um witterungsbedingte Schäden zu vermeiden.

"Monument for a Forgotten Future" von Douglas Gordon und Olaf Nicolai mit Mogwai ind Gelsenkirchen, Foto: (c) Roman Mensing/Emscherkunst.

„Monument for a Forgotten Future“ von Douglas Gordon und Olaf Nicolai mit Mogwai ind Gelsenkirchen, Foto: (c) Roman Mensing/Emscherkunst.

Die 12 Meter hohe Felsformation gehört zu den permanenten Werken der Emscherkunst und ist inzwischen zu einem beliebten Freizeitziel avanciert. Es handelt sich dabei um die Nachbildung einer realen Felsformation aus dem Joshua Tree Nationalpark in den USA. Die schottische Band Mogwai komponierte hierfür eine Symphonie, ein Lied für die Emscher.
Die Monumentalskulptur in direkter Umgebung der Industriekulisse der RuhrOel Raffinerien auf dem Gelände einer ehemaligen Halde fungiert als ‚unnatürliche Naturerscheinung‘ gleichermaßen wie als Ort der Imagination und Sehnsüchte. Den Sommer über können Besucher, nah an den Fels gelehnt, der 26-minütigen Komposition aus dem Inneren lauschen. Normalerweise wird die Musik im Berg gegen Ende Oktober abgestellt und der Berg in seine verdiente Winterpause geschickt. Aufgrund des milden Herbstes konnte die „Symphonie für die Emscher“ in diesem Jahr jedoch noch bis Ende November erklingen.

Ab dem nächsten Frühjahr soll der Berg dann wieder klingen und Spaziergänger und Radfahrer auf die Emscherkunst 2016 im kommenden Sommer einstimmen, welche vom 4. Juni bis 18. September 2016 bereits zum dritten Mal entlang der Ufer der Emscher stattfinden wird.

Hintergrund:
Seit dem Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 begleitet die internationale Ausstellung als Triennale eines der größten Renaturierungsprojekte Europas – den Umbau des Abwasserflusses Emscher hin zu einer natürlichen Flusslandschaft. Bei ihrer Erstauflage im Kulturhauptstadtjahr Europas RUHR.2010 war die Emscherkunst mit 200.000 Besuchern das größte Kunstprojekt im öffentlichen Raum des Ruhrgebiets. Im Jahr 2013 kamen bereits 255.000 Besucher zu den temporären Werken des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, des Dänen Tue Greenfort, der Schwedin Elin Wikström oder des Belgiers Hans op de Beeck.

Als Veranstalter kooperieren abermals Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr. Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen fördert wie auch schon 2010 und 2013 die Ausstellung im öffentlichen Raum entlang der Emscher.