Noch 100 Tage – Emscherkunst 2016 ist der Auftakt zum diesjährigen Kunstsommer

Pressemitteilung vom  25. Februar 2016.

In genau 100 Tagen beginnt im Ruhrgebiet die internationale Ausstellung Emscherkunst 2016.

Vom 4. Juni bis 18. September 2016 werden zeitgenössische Positionen der Kunst in Natur und Stadt in sieben Ausstellungsräumen zwischen Dortmund/Holzwickede und Herne gezeigt.

Das „Unionviertel“ setzt einen Schwerpunkt mitten in der Stadt Dortmund. Die beiden vorherigen Editionen zogen 2010 und 2013 zusammen fast 500.000 Besucher an.

Wenn am 4. Juni 2016 die Emscherkunst zum dritten Mal entlang der Emscherufer startet, dann ist das der Auftakt zu einem heißen europäischen Kultursommer: Dicht gedrängt folgen in kurzem Abstand die Eröffnungen vieler internationaler, renommierter Kunstschauen, zeitgleich mit der Emscherkunst etwa die 9. Berlin Biennale oder – eine Woche später – die Manifesta 11 in Zürich. Anfang Juli 2016 beginnt dann die Liverpool Biennale in Großbritannien.

Warum sich ein Besuch im Herzen des Ruhrgebietes lohnt

Die beiden ersten Schauen der Emscherkunst 2010 (während der Kulturhauptstadt RUHR.2010) und 2013 zogen gemeinsam fast eine halbe Million Besucher an: darunter Kunstinteressierte, Radfahrer, Anwohner und Ruhrgebiet-Fans. Aufgrund des grenznahen Ausstellungsgeländes fanden aber auch zahlreiche Niederländer ihren Weg zur Emscherkunst, u. a. auch wegen der Rotterdamer Künstlergruppe Observatorium und ihrer bewohnbaren Brückenskulptur „Warten auf den Fluss“.
Die Besucher können sich auch 2016 auf ein einzigartiges Kunsterlebnis freuen: Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler geben mit ihren Arbeiten ganz unterschiedliche Antworten auf die Frage, wie sich die Lebenswelt in dieser ehemaligen Industrieregion wandelt. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich also, durchaus auch mehrmals, ist doch der 50 Kilometer lange Parcours entlang der Emscher von Holzwickede über Dortmund, Castrop-Rauxel bis nach Recklinghausen und Herne für einen einzigen Besuch sehr umfangreich.

25 aktuelle Positionen der zeitgenössischen Kunst in Natur (entlang des Flusses Emscher) und Stadt (Dortmunds Unionviertel) werden 2016 gezeigt: darunter neue Arbeiten u. a. von Nevin Aladağ, atelier le balto, Massimo Bartolini, Janet Cardiff, Erik van Lieshout, Roman Signer, Tobias Zielony und weiteren. Es gibt aber auch ein Wiedersehen mit „alten“ Bekannten aus den zwei vorherigen Schauen wie etwa Arbeiten von Ai Weiwei, Mark Dion, Reiner Maria Matysik oder Observatorium.

100 Tage Kunst an den Ufern der Emscher

Leitgedanke der diesjährigen Schau ist „Entdecke die Kunst – erlebe die Veränderung.“ Kernthema neben dem Emscher-Umbau hin zu einem renaturierten Fluss-System ist die Zerstörung und Transformation der Industrielandschaft des Ruhrgebietes. Die von Kurator Florian Matzner gemeinsam mit den Co-Kuratorinnen Katja Aßmann (Urbane Künste Ruhr) und Simone Timmerhaus (Emschergenossenschaft) eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern haben sich intensiv mit den Ausstellungsräumen beschäftigt und schaffen speziell für diesen Landschaftsraum inspirierte Kunstwerke: Skulpturen, Installationen, Interventionen, Performances sowie Film-Arbeiten.

Hintergrund:
Seit dem Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 begleitet die internationale Ausstellung als Triennale eines der größten Renaturierungsprojekte Europas – den Umbau des Abwasserflusses Emscher hin zu einer natürlichen Flusslandschaft. Bei ihrer Erstauflage im Kulturhauptstadtjahr Europas RUHR.2010 war die Emscherkunst mit 200.000 Besuchern das größte Kunstprojekt im öffentlichen Raum des Ruhrgebiets. Im Jahr 2013 kamen bereits 255.000 Besucher zu den temporären Werken des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, des Dänen Tue Greenfort, der Schwedin Elin Wikström oder des Belgiers Hans op de Beeck.

Als Veranstalter kooperieren auch 2016 abermals Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr. Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen fördert wie auch schon 2010 und 2013 die Ausstellung im öffentlichen Raum entlang der Emscher.

2013 wurde die Emscherkunst von den Vereinten Nationen für ihr Engagement bei der Vermittlung des Nachhaltigkeitsgedankens ausgezeichnet und gemeinsam mit dem Generationenprojekt des Emscher-Umbaus als „Beitrag zur UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgewählt.