Schüler-Ausstellung zur Emscherkunst 2016

Pressemitteilung vom 30. September 2016

Dortmund/Recklinghausen, 30. September 2016. Gerade mal zwei Wochen ist es her, dass die internationale Ausstellung Emscherkunst 2016 zu Ende ging. Nun öffnet am Sonntag, 2. Oktober 2016, im Museum Strom und Leben (Recklinghausen) eine Ausstellung der im Rahmen der Emscherkunst 2016 entstandenen Schüler-Projekte. Sechs kunstpädagogische Konzepte von Schulen aus Recklinghausen, Herne, Datteln, Essen und Duisburg waren im Frühjahr 2016 von einer Jury ausgewählt und anschließend sowohl fachlich als auch finanziell unterstützt worden. Jetzt werden bis Ende Oktober in einer gemeinsamen Ausstellung die realisierten Projekte der Schüler der Öffentlichkeit gezeigt.

 Junge Menschen zu ermutigen, zusammen intensiv die Kunstwerke im öffentlichen Raum im Rahmen der Emscherkunst zu erleben – das war vorrangiges Ziel des begleitenden Schulwettbewerb der Emscherkunst 2016. Mehr als 200 Schülerinnen und Schüler der Emscher-Lippe-Region bzw. aus NRW beteiligten sich – gebündelt über ihre KunstpädagogInnen – im Vorfeld am Schulwettbewerb. Sechs kunstpädagogische Projekte wurden anschließend – im Frühjahr 2016 – von einer Jury ausgewählt, die Schulen erhielten für ihre Umsetzung finanzielle und fachliche Unterstützung. Initiiert wurde der Schulwettbewerb durch die Emscherkunst, einer Kooperation von Emschergenossenschaft, Regionalverband Ruhr und Urbane Künste Ruhr.

Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vorstellung der realisierten Projekte am Sonntag, den 2. Oktober 2016 um 11.00 Uhr im Recklinghäuser Museum Strom und Leben. Museumsleiterin Sabine Oetzel und  Dr. Jörg Grütjen vom Fachverband für Kunstpädagogik (BDK) erläutern dabei das Konzept des Schulwettbewerbs und die Beiträge der Ausstellung. Beteiligte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer sind anwesend, der Eintritt ist frei. Die Ausstellung kann ab dem 2. Oktober 2016 bis Ende Oktober jeweils an den regulären Öffnungszeiten des Museum Strom und Leben besucht werden: von Dienstag bis Samstag zwischen 10 und 17 Uhr und an Sonntagen von 10 bis 18 Uhr.

Die beteiligten Schulen

Duisburg, Gesamtschule Duisburg-Meiderich: Die Schülergruppe hat die Filminstallation „Schlagende Wetter“ des Münchner Künstlerduos M+M analysiert. Dabei erforschte der Grundkurs Kunst (Oberstufe) die Umgebung der Schule und erstellte Fotocollagen.

 Duisburg, Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium: Das Werk „Warten auf den Fluss“ der Gruppe Observatorium, eine begeh- und bewohnbare Zickzackbrücke aus Holz, stand im Fokus. Neben dem Besuch des Kunstwerkes im Ausstellungsbereich am Wasserkreuz Castrop-Rauxel setzten die Schüler sich mit Wartesituationen auseinander; dabei dachten sie über konkrete Verbesserungen der Pausensituation an der eigenen Schule nach (Jahrgang 10 und Schülerkulturgruppe).

Essen, Parkschule: Der zu Ausstellungsbeginn in Dortmund am Phoenix-See aufgebaute, original italienische Kiosk („Chiosco“) des Künstlers Benjamin Bergmann und verschiedene andere Trinkhallen im Ruhrgebiet wurden fotografiert und gemalt (9. Klasse).

 

Herne, Realschule Crange: Die Schülerinnen und Schüler gestalteten Linolschnittdrucke zur Emscherkunst. Diese wurden an drei Projekttagen gemeinsam mit Emscherkunst-Besuchern erstellt und anschließend verteilt (8. Klassen).

Recklinghausen, Otto-Burmeister Realschule: In Auseinandersetzung mit der Skulptur „reemrenreh“ von Bogomir Ecker und den für die Emscherkunst 2016 realisierten Skulpturen von Lucy und Jorge Orta, „Spirits oft he Emscher Valley“, wurden aus Frischhaltefolie und Klebeband menschen- bzw. elfenähnliche Körper gebaut (9. Klasse).

Datteln, Comenius-Gymnasium: Angelehnt an die Arbeit des Schweizer Konzeptkünstlers Roman Signer, dessen Intervention im Kunstareal Stadthafen (Recklinghausen/Herne) stand, brachten die Schüler mit verschiedenen Möglichkeiten Wasser aus dem Kanal in die Emscher (6. Klasse).

Der Schulwettbewerb zur Emscherkunst 2016

Zum zweiten Mal nach der Premiere zur Emscherkunst 2013 fand der vom Ausstellungsbüro Emscherkunst ins Leben gerufene Schulwettbewerb statt: Kunstpädagoginnen und -pädagogen aller Schulstufen waren im Frühjahr 2016 dazu aufgerufen, Ideen für den eigenen schulischen Kunstunterricht einzureichen. Ziel war es, junge Menschen zu ermutigen, die Kunstwerke im öffentlichen Raum im Rahmen der Emscherkunst 2016 intensiv zu erleben. Bei der Ideenfindung der Projekte waren partizipative und kritische Vorschläge willkommen, die u.a. lokale Kontexte berücksichtigen und/oder zu Selbsttätigkeit und Vielstimmigkeit anregen.

Die Jury setzte sich aus Vertretern von Emschergenossenschaft und der TU Dortmund zusammen. Ergänzt wurde die Jury durch Jörg Grütjen, der gleichzeitig Mitglied des Fachverbandes für Kunstpädagogik (BDK) ist.

Die sechs von der Jury ausgewählten Schulen kamen bunt gemischt aus der Emscher-Lippe-Region. Die Realisierung ihrer Projekte wurde finanziell mit je 500 Euro unterstützt.