Welche Kunstwerke der Emscherkunst 2016 bleiben erhalten?

Pressemitteilung vom 16. September 2016

Dortmund/Metropole Ruhr, 16. September 2016. 24 aktuelle Positionen der zeitgenössischen Kunst waren während Emscherkunst 2016 für 100 Tage lang im Landschafts- und Stadtraum entlang der Emscher zu erleben: Neben neun Arbeiten, die aus den Jahren 2010 und 2013 übernommen, aber in neuen Kontext gesetzt wurden, interpretierten 15 neue Arbeiten die Transformation der Landschaft. Mindestens vier der neuen Kunstwerke bleiben nach Ende der Emscherkunst 2016 am 18. September 2016 erhalten.

 Ein eindeutiger Publikumsliebling lässt sich – anders als bei der Emscherkunst 2013 – bei der diesjährigen Ausstellung noch nicht ausmachen. Begeisterte bei Emscherkunst 2013 vor allem der tanzende Strommast Zauberlehrling von Inges Idee in Oberhausen das Publikum, so sind es diesmal laut vorläufiger Auswertung der Besucherumfrage mehrere Arbeiten: Weiterhin hoch in der Gunst der Besucher steht die Kunstbrücke Warten auf den Fluss, unter den folgenden Top-Nennungen finden sich die Klanginstallation Forest – for a thousand years von Cardiff und Miller in einem Recklinghäuser Waldstück an der Emscher, Zur kleinen Weile von raumlabor sowie die Gesellschaft der Amateur-Ornithologen von Mark Dion.

Mindestens vier, bestenfalls sechs Kunstwerke bzw. Serien bleiben nach Ende der Ausstellung am 18. September 2016 erhalten, der Großteil in Dortmund bzw. je eine Arbeit in Holzwickede und Castrop-Rauxel.

Der Emscherquellhof in Holzwickede wird dauerhaft zum Standort von The Insect Societies (part 1) des Schweden Henrik Håkansson – überdimensionale Bienenhäuser, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Ökologie auseinandersetzen. In Obhut genommen werden die dort hausenden Bienenvölker von der Imkerin Rita Breker-Kremer.

Zwei der drei Skulpturen der Serie Spirits of the Emscher valley des Künstlerpaares Lucy und Jorge Orta bleiben im Dortmunder Stadtteil Hörde erhalten, über den Verbleib der dritten Skulptur werden aktuell noch Absprachen getroffen. raumlabors begehbare Installation Zur kleinen Weile verweilt mindestens die nächsten fünf Jahre an ihrem Standort nahe der Emscher in Dortmund-Dorstfeld. Die Anfang August fertiggestellte großformatige Arbeit des Italieners Massimo Bartolini Black Circle Square ist eine der neuen Landmarken am Hochwasserrückhaltebecken Dortmund/Castrop-Rauxel. Das 10,5 x 10,5 Meter große, weiße Becken mit schwarzem Pool bildet einen bleibenden Kontrast zu der umgebenden Landschaft. Nevin Aladags Wellenbrecher, 60 große Tetrapoden aus Beton, bleiben ebenfalls zunächst vor Ort. Spätestens 2018, bei vollständiger Fertigstellung der Becken im Zuge des Emscher-Umbaus, sollen sie weichen.

Hinsichtlich atelier le baltos Kunstpause (ebenfalls Dortmund-Dorstfeld) der künstlich angelegten hölzernen Steganlage in einem Haselnusshain, sind die Emscherkunst-Veranstalter gerade in Abstimmungsgesprächen mit der Stadt Dortmund über den Verbleib.

„Warten auf den Fluss“ kommt zur Grünen Hauptstadt Europas

Eine Sonderrolle nimmt die Brückeninstallation Warten auf den Fluss ein: sie bleibt über den Winter am Wasserkreuz in Castrop-Rauxel stehen und wird verschlossen. Im kommenden Jahr wandert die Brücke dann zur Grünen Hauptstadt Europas 2017 nach Essen – zurück an ihren allerersten Standort in Essen-Altenessen während des Europäischen Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 (Nähe Nordsternpark Gelsenkirchen).

Alle anderen Kunstwerke werden in den Tagen nach Ausstellungsende abgebaut.