Wer nicht fragt wird nicht gesehen

Laura Mareen Lagemann und Stephanie Sczepanek

 

Immer gemeinsam sind die Künstlerinnen im Unionviertel in Dortmund unterwegs. Dabei begegnen sie Menschen, sprechen diese an und lernen sie kennen. Mit Hilfe von Peilsendern wird ihr aktueller Aufenthaltsort auf einer Internetseite angezeigt. Jede ihrer Bewegungen wird somit öffentlich, ihre Spur durch das Viertel kann von jedem verfolgt werden und die Besucher können sich auf den Weg zu ihnen machen. Ob man sie jedoch antrifft, bleibt dem Zufall überlassen, denn die beiden sind vielleicht schon weitergezogen. Sie legen es darauf an, mitgenommen und gefunden zu werden. Denn wer nicht fragt, wird nicht gesehen. Die Künstlerinnen wollen im Viertel wahrgenommen zu werden, und Besucher der Emscherkunst können aktiv nach Ihnen suchen. Die Künstlerinnen machen sich öffentlich, bleiben jedoch gleichzeitig autonom. Sie entscheiden je nach Situation, ob ein Gespräch oder spontane Aktionen stattfinden – sei es einen halben Tag lang oder nur zehn Minuten. Für den Zeitraum der Ausstellung entsteht eine neue Art der Kommunikation mit den Menschen vor Ort und lässt die gewohnte Umgebung als Aktionsraum in neuem Licht erscheinen. Was aber zuletzt bleibt, sind flüchtige Spuren.

Termine: 20. – 26. Juni, 18. – 24. Juli, 15. – 21. August und 12. – 18. September

www.wer-nicht-fragt-wird-nicht-gesehen.de